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Geschichte und Entwicklung des Breisgauvereins für Motorflug e.V.

Am 24. Mai 1907 fanden sich die ersten Luftsportler Freiburgs in einer Luftsportvereinigung zusammen. Ein entsprechender Eintrag beim Registergericht dokumentiert diese Gründung der Freiburger Luftfahrt.
Aus dem ursprünglichen "Verein für Luftschifffahrt" wurde der "Breisgauverein für Luftfahrt e.V." (BVL), weil die Luftschiffe und Gasballons bald durch die Motorflugzeuge ersetzt wurden. Im Jahre 1911 wurde auf dem "EXI", dem Freiburger Exerzierplatz, die erste Halle gebaut. Der 1. Weltkrieg führte dazu, dass die Freiburger Fliegerei eher ein Schattendasein führte. Trotz des Flugverbotes der Nachkriegszeit fanden sich die alten Piloten und neue Flugbegeisterte wieder zusammen  und versuchten die Motorfliegerei nach der Aufhebung des Flugverbotes zu beleben, jedoch ließ die wirtschaftliche Situation keinen Aufschwung zu. Parallel baute sich in Freiburg und in anderen Hochburgen der Segelflug auf, wie. z.B. auf der Rhön. Sogar das Freiburger Arbeitsamt unterstützte die Arbeit der neu gegründeten Jugendgruppe, so dass Gleitflugzeuge gebaut werden konnten. So konnten mit der Winde oder mit Motorflugzeugen diese immer besser werdenden Gleiter hochgezogen werden. 

Der 2. Weltkrieg machte ein weiteres mal alle Zukunftspläne des BVL zunichte. Aber bereits 1951 waren es wieder die Flugbegeisterten mit neuem Mut und organisatorischem Talent, die das Fliegen in Freiburg  ermöglichten. Die Basis hierzu war, dass das französische Militär den Flugplatz selbst nutzte. Jetzt entwickelte sich die Segelfliegerei rasant schnell, bedingt auch durch die hervorragenden meteorologischen Verhältnisse Freiburgs. Anfang der 60er-Jahre entwickelte sich der Motorflugbetrieb auf dem immer noch unter franz. Hoheit stehenden Freiburger Flugplatz. Es entstand eine bescheidene Flugleitung, welche die Stadt Freiburg in Absprache mit der französischer Verwaltung offiziell einrichten durfte. Damit war der Startschuss für ein aktiveres Motorfliegen, auch im Breisgauverein für Luftfahrt, gegeben.

Um zwischen dem Segelflug, Motorflug und dem neu hinzugekommen Fallschirmsport kein Interessenskonflikt aufkommen zulassen, wurde der "Breisgauverein für Luftfahrt e.V." (BVL) 1967 als Dachverband eingerichtet und in drei Vereine aufgegliedert:

•    Breisgauverein für Motorflug e.V. 
•    Breisgauverein für Segelflug e.V.   
•    Breisgauverein für Fallschirmsport e.V.
BVM
BVS
BVF



Die meisten Mitglieder waren über die Segelfliegerei zum Motorfliegen gekommen, aber es kamen zunehmend neue Piloten hinzu. Mit dem ersten Vereinsflugzeug, einer Cessna 172, wurden lange Jahre die Vereinskameraden des BVF mit dem Fallschirm abgesetzt. Bald konnte im Laufe der Jahre der Flugzeugpark auf Grund gestiegener Mitgliederzahlen und Flugbewegungen auf vier Flugzeuge erweitert werden. Derzeit stehen den ca. 120 Mitgliedern drei gut ausgerüstete Flugzeuge für alle Leistungsgruppen zur Verfügung.

In einer wohl einmaligen Initiative der Mitglieder und dem Weitblick des damaligen Vorstandes ist es zu verdanken, dass der BVM heute eine eigene Flugzeughalle besitzt. Sie wurde unter großem persönlichem Einsatz der Mitglieder 1968 errichtet. Gleichzeitig entstand der Clubraum, in dem heute noch das Vereinsleben gepflegt wird.

Die Aktivitäten des BVM sind vielschichtig. Neben den fliegerischen Aktionen, wie z.B. Flugplatzmeisterschaften, organisierten Ausflügen zu Flugplätzen im In- und Ausland, Besichtigung von flugafinen Einrichtungen, sowie Weiterbildungen der Mitglieder, werden auch nichtfliegerische Aktivitäten durchgeführt.

Der Vorstand, Januar 2001